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Uniformenreglement

Uniform der Pfadi

Pfadi tragen während den Übungen am Samstagnachmittag und während den Lagern ihre Pfadiuniform und die Einheitskrawatte. Obwohl die Uniform weltweit ein Erkennungszeichen für alle Pfadfinder darstellt, sagen uns böse Zungen ab und zu nach, wir würden damit ein paramilitärisches Auftreten an den Tag legen.


Wer aber die Geschichte unserer Pfadiuniform kennt, wird ziemlich bald verstehen, dass sie auch heute noch ihre Berechtigung hat und nicht nur aufgrund ihrer hervorragenden textilen Qualität Vorzüge bietet.

Als unser Gründer Bi-Pi im Jahre 1907 den Grundstein für die Pfadibewegung legte, arbeitete er mit vielen verschiedenen Kindern und Jugendlichen aus den verschiedensten sozialen Schichten. Gerade in England war damals anhand der Kleidung sehr rasch erkennbar, wer aus schlechteren Verhältnissen stammt und wer dem Adel angehörte. Bi-Pi erkannte sofort, dass Wohlstand und Reichtum der Eltern auf den Pfadialltag keinen Einfluss nehmen durften. Der Grundsatz, dass die individuellen Fähigkeiten jedes einzelnen Pfadfinders gefördert werden sollen, hat nichts mit dem sozialen Stand seiner Familie zu tun. Und genau deshalb befand Bi-Pi, dass sich die Jugendlichen nicht aufgrund von Äusserlichkeiten unterscheiden sollten. Er führte die Uniform ein.

Uniform der WölfliEs ist nicht abzustreiten, dass Bi-Pi auch durch seine seine militärische Laufbahn beeinflusst war. Genauso wenig kann wegdiskutiert werden, dass Pfadfinder auch in der Schweiz während dem Zweiten Weltkrieg als Meldeläufer eingesetzt wurden und dass die Pfadfinder in der Schweiz zusammen mit Jugend + Sport bis 1995 dem Militärdepartement untergeordnet waren. Aber spätestens 1987, als sich der 1913 gegründete "Schweizerische Pfadfinderbund" (Knaben) und der 1919 gegründete "Bund Schweizerischer Pfadfinderinnen" (Mädchen) zur "Pfadibewegung Schweiz" (PBS) zusammenschlossen, fingen die Bestrebungen in der Schweiz an, das Militärimage endgültig abzulegen. 1990 beschloss die PBS in diesem Zuge auch die Einführung von neuen farbigen Uniformen (hellblau, khaki, rot, grün) je nach Stufe.
Die Uniform des Patrianers
Heute ist die Pfadiuniform einheitliches Erkennungsmerkmal aller Pfadfinder und zweckmässiges Kleidungsstück für die Aktivitäten draussen in der Natur. Genau wie in jedem Fussballverein, wo alle ihr Vereinstricot tragen oder im Schwimmklub, wo man verschiedene Abzeichen auf die Badehosen aufnäht, kommt bei der Uniform dazu, dass sie einerseits die Zusammengehörigkeit dokumentiert und andererseits auch als Anschlagbrett für den persönlichen Fortschritt dient. All die Abzeichen und Lagerstempel, welche man sich im Laufe seiner Pfadikarriere verdient und welche die Uniform mit der Zeit schmücken, tragen nämlich auch dazu bei, dass sich die Jugendlichen mit ihrem Verein identifizieren und so wortlos aber mit einem gewissen Stolz auf ihre bereits abgelegten Prüfungen und ihre langen Jahre der Mitgliedschaft hinweisen können.

 

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